PERU FLORES – BY DANIEL CHILCON

Flores Peru Landschaft

Unser neuer Kaffee aus Peru heißt Flores. Wir mussten uns in diesem Jahr nach neuen Partnern in Peru umschauen und sind bei unserem bekannten Importeur Falcon fündig geworden.

KAFFEEHANDEL IN PERU

Der Kaffeehandel in Peru krankt an üblichen Problemen, die auch andernorts vorkommen.

Zum Einen sind die Farmen oftmals sehr klein (Daniels Farm umfasst 3 ha) und die Farmer nicht gut ausgebildet. In einem internationalen Markt, in dem jeder direkt mit brasilianischen Großfarmen (oftmals 300 ha) in Konkurrenz steht, sind das schonmal schlechte Startvoraussetzungen.

Außerdem ist der Marktzugang der Farmer schlecht. Aber was heißt das genau? Die Farmer sind selten in Kooperativen organisiert und sind dadurch auf sich allein gestellt. Die Farmer arbeiten in einer Subsistenzwirtschaft. Sie kämpfen Jahr für Jahr ums Bestehen und mit schwankenden Erträgen. Hinzu kommt der schwankende Börsenpreis. Am Ende der Erntezeit ist kein Geld mehr da, da Erntehelfer, sogenannte Pflücker, Düngemittel und andere Produktionsmittel gekauft werden mussten. Dann wird der Kaffee für schnelles Geld an Mittelsmänner verkauft. Ein Verkauf zu angemesseneren Preisen würde mehr Zeit brauchen bzw. erfolgt dabei die Bezahlung später und das können sich die Farmer nicht leisten. Eine weitere kleine Information zur Verdeutlichung dieser ausweglosen Situation der Farmer: Kredite für Agrarbetriebe in Peru werden momentan mit 20% Zinsen verzinst. Für uns in der Dauerniedrigzinszeit kaum vorstellbar.

DIE ARBEIT VON FALCON SPECIALTY

Falcon Specialty hat jedoch Wege erarbeitet die Situation der Farmer zu verbessern. In der Nähe der Familie Flores im Distrikt Jean, Peru haben sie ein Warehouse, also ein Kaffeelager eröffnet. Das Areal El Diamante besitzt viel Potenzial für die Produktion von exzellentem Specialty Coffee. Vor Ort gibt es ausgebildete Mitarbeiter von Falcon Specialty, die zwei wichtige Punkte übernehmen. Zum Einen sorgen sie für Trainings und Weiterbildungen der Farmer. Zum Anderen stellen sie sicher, dass die Kaffeebauern dann auch die Premiumpreise für ihre Kaffees wirklich erhalten.

Wie bereits erwähnt stammt unser neuer Kaffee Flores von einer kleinen Familienkooperation in Peru. Der Name ergibt sich daraus, dass Roger Chilcon Flores das Pflücken und die Aufbereitung leitet und der Kaffee auf dem Anbauland von Daniel Chilcon wächst. Die Familienmitglieder haben jeweils ihr eigenes Stück Land, welches sie bewirtschaften, können sich aber gegenseitig unterstützen.

DER GESCHMACK

Flores ist also das Lot von Daniel Chilcon und weist eine zitrisch anmutende Säure und eine für tolle Peruaner typische komplexe Aromatik auf, bedingt durch die Anbauhöhe von 1900 – 2000m. Uns erinnert die fruchtige Komponente an Holunder. Außerdem schmecken und riechen wir Vanille. Besonders als Cappuccino runden die karamellig-nussigen Noten den Kaffee wunderbar ab.

Wer jetzt Lust hat, den Kaffee mal als Espresso- oder auch Filterröstung auszuprobieren: Hier der Link direkt in den Shop

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