PREISERHÖHUNG 01.10.2026

Wir passen unsere Preise zum 01.10.2026 bei unseren Dailys an. Wie es meistens so geht, nach oben. Aber wir wollen das nicht einfach so machen, sondern euch einen Kontext dazu geben. Vor etwa einem Jahr haben wir das letzte Mal unsere Preise erhöht und so macht es Sinn, mal zu schauen, was sich seitdem an unseren Kosten geändert hat.

DER ROHKAFFEEPREIS

Auf unserer Transparenzseite könnt ihr nachlesen, wie wir Rohkaffee einkaufen und welche Regeln wir uns dabei auferlegt haben. Die Preisbildung unterliegt zwei von uns selbst erstellten Grundsätzen:

  1. Wir erhöhen unsere Preise für Kaffees, die wir wieder einkaufen, jede Ernte um 0,20$-Cent/lib
  2. Wir bezahlen Mindestpreise (Beispiel: Anacafe von Fincas Herrarte momentan: 3,85$/lib FOB)

Mit diesen Regeln wollen wir uns von der Preisbildung auf dem „normalen“ Kaffeemarkt absetzen und sicherstellen, dass wir gute und stabile Preise zahlen. Die meisten Kaffeekontrakte basieren auf dem Börsenpreis und unterliegen deswegen immensen Schwankungen.
Wir halten das für ein unhaltbares System, um partnerschaftlich und über einen langen Zeitraum gut mit Rohkaffeeproduzent*innen zusammenzuarbeiten. Deswegen machen wir das anders.

Was heißt das konkret für unseren Volumenkaffee Anacafe von Isa aus Guatemala?

Wir haben letztes Jahr für die Ernte Anacafe 3,60$/lib bezahlt und dieses Jahr 3,85$/lib. Die weiteren 5 Cent Erhöhung haben wir in Absprache mit Isa mehr bezahlt, weil der Wechselkurs in die guatemaltekische Währung dieses Jahr gegenüber dem Dollar immer schwächer geworden ist. Umgerechnet in Euro und kg ergibt sich ein Mehrpreis für uns in Höhe von ca. 0,50€ pro kg. Das ist gleichzeitig auch genau der Betrag den Isa mehr am Kaffee verdient hat.

Beim Sequipampa, den wir gerade bestellt haben und der im Januar 2027 ankommen wird, bezahlen wir dieses Jahr 4,20$/lib, anstatt 3,60$/lib im letzten Jahr.

Wir möchten hier nicht alle Rohkaffees durchgehen, das wäre etwas zu viel für diesen Artikel. Aber bei jedem Kaffee haben wir solche Entwicklungen und wer sich tiefer interessiert, der kann sich auf unserer Transparenzseite die Preise downloaden, die wir in den letzten Jahren bezahlt haben.

DIE PERSONALKOSTEN

Jeder und jede unserer Mitarbeitenden verdienen über Mindestlohn. Das war für uns immer klar und entspricht auch unseren Ansprüchen, die wir an ihre Arbeitsleistung stellen.
Dabei ist uns wichtig, dass ihre Arbeit bei uns die Möglichkeit bietet langfristig im Kaffeebreich tätig zu sein und auch davon leben zu können. Wir suchen langfristige Mitarbeitende, die wir fordern, die uns aber auch nachhaltig weiterbringen.

Von den jährlich stattfindenden, staatlichen Mindestlohnerhöhungen sind wir somit nicht unmittelbar betroffen. Doch natürlich müssen wir parallel die von uns gezahlten Löhne erhöhen, um unserem Anspruch gerecht zu werden.

DIE BERÜHMTEN ALLGEMEINEN PREISERHÖHUNGEN

Hierunter fällt vieles, was auch ihr als Privatpersonen in den letzten Monaten und auch Jahren zu spüren bekommen habt. Vor allen Dingen Energiekosten, aber auch viele andere Produkte infolge erhöhter Energiekosten sind teuerer geworden. Für unseren Röster (Gas) und z.B. für den Versand von Produkten, fallen deswegen höhere Preise an. Nicht zu vergessen die kleinen, prozentualen Erhöhungen die beinahe jeder/e Dienstleister*innen und Lieferant*innen von uns bei seinen Produkten vorgenommen hat.

Der oben dargestellte Rohkaffeepreis als FOB enthält z.B. auch noch nicht die gestiegenen Kosten für Verschiffung und Lagerung des Kaffees. Das heißt auch bei diesem Kostenbestandteil gab es in den letzten Jahren im Prinzip dauerhaft eine Aufwärtsbewegung, die wir noch nicht in unseren Endpreisen weitergegeben haben.

WAS HEISST DAS EM ENDE?

Ganz konkret bleiben wir am Beispiel des Fincas Herrarte bzw. Anacafe. Bisher kostete dieser im Kilo bei uns im Online Shop 34,50€. Der neue Preis liegt bei 37,50€. Die anderen Dailys werden auch in etwa im gleichen Verhältnis teurer.

Mit eurem Kauf und Treue helft ihr uns mit unseren Rohkaffeepartner*innen und auch allen anderen Geschäftspartner*innen und Mitarbeitenden vernünftig umzugehen.
Diese soliden Preise bedeuten, dass wir uns keinem Preisdrucke oder Preiskampf hingeben, der im Endeffekt zu Lasten von Rohkaffeeproduzent*innen oder auch Mitarbeitenden gehen würde.

Wir würden uns deshalb super über euer Verständnis freuen und hoffen auf euren Support unseren Weg so weitergehen zu können.

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